Fooke GmbH Borken

Der westfälische Maschinenbauer Fooke macht seine IT fit für die Globalisierung. Daher tauschte das Unternehmen im vergangenen Jahr seine komplette Server- und Storage-Infrastruktur aus. Die Administration der Systeme war über die Jahre zu aufwändig geworden und verursachte steigende Kosten.

High-Tech made im Münsterland

Fooke GmbH aus Borken im Münsterland fertigt großformatige Fräsmaschinen, die in der Automobil-, Schienenverkehrs- und Flugzeugindustrie zum Einsatz kommen. Beim Kunden werden diese Maschinen komplett mit Spannvorrichtungen und Messsystemen als maßgeschneiderte Produktionslösung implementiert. Mit seinen High-Tech-Produkten setzt sich der mittelständische Familienbetrieb seit einigen Jahren mit wachsendem Erfolg am Weltmarkt durch. Um die komplexen Anlagen entwickeln und fertigen zu können, ist Fooke auf leistungsfähige IT-Tools angewiesen. Beispielsweise führte das Münsterländer Unternehmen eine neue Software-Plattform für das Product Lifecycle Management (PLM) ein, die eng mit den betriebswirtschaftlichen Anwendungen verzahnt ist und so für eine effiziente Prozessintegration sorgt.

Fooke Produktionshalle

„Bedarf an Applikationen und Diensten steigt stetig an“

Die nachhaltige Investition in IT-Systeme war für den Maschinenbauer unerlässlich, da er sein Geschäft seit der Jahrtausendwende zunehmend global ausrichtet. So expandierten die Westfalen seither in den asiatischen, amerikanischen und russischen Markt. Die IT-Abteilung begleitete den Prozess mit einem beständigen Ausbau der Systeme, ohne die der Mittelständler die nach wie vor andauernde Expansion nicht bewältigen könnte. „Unser Bedarf an Applikationen und Diensten steigt stetig an“, beschreibt Ralf van Hekeren, IT-Leiter bei Fooke, die Situation.

In der Infrastruktur verfolgte das Unternehmen in der Vergangenheit jedoch keine konsequente Vendor-Strategie. Hardware wurde von Fall zu Fall ausgetauscht und ergänzt, ohne dass die IT-Abteilung eine eindeutige Präferenz für einen bestimmten Anbieter erkennen ließ. Im Server-Raum liefen daher Systeme verschiedener Hersteller, die mit wachsender Zahl zunehmend schwieriger zu administrieren waren. „An ein einheitliches Management der unterschiedlichen Hardware-Plattformen war nicht zu denken“, nennt van Hekeren den entscheidenden Nachteil. Dadurch war der Wartungsaufwand hoch, und er wäre unweigerlich weiter gestiegen. Denn zu Beginn des Jahres 2010 stand eine Erweiterung der Server- und Storage-Infrastruktur an.

Durch den Ausbau sollte sich zum einen die Performance der Anwendungen verbessern, zum anderen sollte sichergestellt werden, dass für zentrale Services stets genügend Speicherkapazität bereitsteht. „Ausschlaggebend war für uns der wachsende Speicherbedarf unserer Entwicklungsabteilung und unseres Mail-Systems.“ Van Hekeren musste also eine grundlegende Entscheidung treffen. „Natürlich hätten wir die alte Strategie weiter verfolgen und die Hardware sukzessive aufrüsten können“, schildert der erfahrene IT-Mann seine Überlegungen. Aber dann wären die Administrationskosten zwangsläufig weiter gestiegen, und Fooke wäre wohl nicht umhin gekommen, zusätzliches IT-Personal einzustellen.

Bislang fließen bei dem Unternehmen etwa zwei Prozent des Jahresumsatzes in die IT. Damit liegt es im Durchschnitt der Manufacturing-Branche. Einen überproportionalem Anstieg der IT-Kosten wollte van Hekeren vermeiden. Beraten vom ebenfalls in Borken ansässigen HP-Partner NETGO, entschied sich der IT-Verantwortliche dafür, die gesamte Infrastruktur – Server, Storage- und Back-up-Systeme – grundlegend zu modernisieren.

Vereinfachung der Systeme – Einstieg in die Virtualisierung

Die übergreifende Zielsetzung bei der Modernisierung lautete, die Systeme so weit wie möglich zu vereinheitlichen. Zunächst verabschiedete sich der Anwender daher bei den Servern von seiner Multi-Vendor-Strategie und beschloss, künftig ausschließlich Equipment von HP zu verwenden. Zugleich sollten die Rackmount-Systeme durch Blade- Technologie ersetzt werden.

Nachdem die Entscheidung für das Projekt getroffen war, begann Fooke gemeinsam mit dem Systemhaus NETGO im Februar mit der Realisierung. Innerhalb von drei Monaten wurde im Server-Raum die gesamte Hardware ausgetauscht. Bei den Servern musterten die Infrastruktur-Experten von NETGO zehn ältere Rack-Server aus. An deren Stelle installierten sie ein Enclosure des HP BladeSystem c7000, das zunächst mit sechs Servern des Modells ProLiant BL460c bestückt wurden. Die Entscheidung für moderne BladeSystem begünstigte zugleich den Einstieg in die Virtualisierung. Das Unternehmen startete auf Basis von Citrix XenServer mit sechs virtuellen Maschinen. Bei Abschluss des Projekts waren zunächst 20 bis 30 Prozent der Server virtualisiert. Auf diesen Systemen ließen sich die Rechner-Ressourcen effizienter nutzen, was sich günstig auf den Hardware-Bedarf und damit auf die Kosten auswirkte. Der Virtualisierungsgrad soll daher sukzessive erhöht werden.

HP DataProtector verringert Backupzeitfenster

Beim Storage setzte Fooke bereits ein HP-Produkt ein. Allerdings stieß das HP Modular Smart Array 1500 in punkto Flexibilität und Leistung an seine Grenzen. Deshalb tauschte der Anwender das Einstiegsprodukt gegen die HP Storage Enterprise Virtual Array (EVA) 4400 aus. „Damit sind wir nun bei der Bereitstellung von Speicherkapazitäten wesentlich flexibler und erreichen gleichzeitig eine enorme Performance“, begründet van Hekeren die Entscheidung für das größere System. Eine Konsolidierung nahm das Projektteam bei der Backup-Lösung vor: Es ersetzte das Produkt eines Drittanbieters durch die HP Data Protector Software.

Wegen des enormen Datenwachstums war es für das Unternehmen zunehmend schwieriger geworden, innerhalb des Backup-Zeitfensters sämtliche Daten zu sichern. Auf Basis der modernisierten Server-Storage- Infrastruktur sorgt die neue Software nun für eine höhere Backup-Performance, so dass sich das Zeitfenster effizienter nutzen lässt. Im Verlauf des Projekts bereinigte Fooke eine weitere Altlast, die ebenfalls das Management erschwerte. Die IT-Abteilung verwendete bislang keinen einheitlichen Verzeichnisdienst für das gesamte Unternehmen. Im Microsoft Active Directory waren für die technische Fachabteilung und für den kaufmännisch-administrativen Bereich jeweils eigene Domänen angelegt.

Vereinfachung der Rechteverwaltung dank AD-Migration

„Nach der Ablösung eines älteren Mail-Systems durch Microsoft Exchange wurde diese Trennung zunehmend problematischer“, berichtet der IT-Leiter. Das Projektteam nutzte daher die Hardware-Modernisierung, um die beiden AD-Domänen in Zuge einer aufwändigen Migration zusammenzuführen. „Der Vorteil, der sich umgehend bemerkbar machte, war die deutliche Vereinfachung bei der Rechteverwaltung.”

Fooke Maschinenhalle

Senkung des Administrationsaufwandes

Durch all die Maßnahmen hat sich für Fooke das Management in vielerlei Hinsicht vereinfacht. Unterm Strich kommt die IT-Abteilung daher trotz gestiegener Anforderungen an die Systeme weiter mit dem bisherigen Mitarbeiterstamm aus und muss das Personal nicht aufstocken. Zweifellos trug die Standardisierung auf HP-Blade-Technologie ganz wesentlich zu dieser Vereinfachung bei. Die Konsolidierung ermöglicht es dem Anwender, sämtliche Server über den OnBoard-Administrator des HP BladeSystem c7000-System zu managen.

 

Über Fooke GmbH

Fooke GmbH
Raiffeisenstr. 18-22
46325 Borken
+49 2861 / 8009 – 01
www.fooke.de

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