Die Stadt Borken und das Borkener IT-Systemhaus unterzeichnen Kaufvertrag für das Grundstück an der Weseler Straße

Nach finaler Vertragsausarbeitung zwischen der Stadt Borken und dem Borkener IT-Systemhaus NETGO hat am vergangenen Mittwoch die notarielle Unterzeichnung des Kaufvertrages stattgefunden. Insgesamt hat NETGO in Borken-Hovesath eine Fläche von insgesamt 20.900m² von der Stadt erworben. „Aktuell läuft das Bauleitverfahren, sodass der Baustart voraussichtlich im Spätsommer 2017 realisiert wird“, erläutert Geschäftsführer Benedikt Kisner.

Auf lange Sicht sind auf dem Grundstück drei Bauabschnitte vorgesehen. „Nur der erste Abschnitt geht jetzt in die aktuelle Planungsphase. Allein mit dem 1. Bauabschnitt bekommen wir eine Nutzungsfläche von rund 5000m² – Mit diesen Möglichkeiten können wir weit über 100 Mitarbeitern einen ansprechenden und geräumigen Arbeitsplatz bieten“, erklärt Geschäftsführer Patrick Kruse.

Neben einer Kindertagespflege wird es in dem neuen Gebäude auch einen rund  200m² großen Fitnessraum für die Mitarbeiter und einen Gastronomiebereich geben.

Zur NETGO Unternehmensgruppe gehören neben der NETGO GmbH mit den Geschäftsbereichen Systemhaus, Reseller-Solutions und Consulting auch die Data Westfalia GmbH (Cloud-Lösungen) und die SILA Consulting GmbH (IT-Sicherheitsberatung). Die NETGO ist an den Standorten Ahaus, Borken, Bottrop, Bocholt, Coesfeld, Gießen, Hannover und Münster aktiv. Seit dem 1. März ist die NETGO-Unternehmensgruppe mit der NETGO b.v.  auch im niederländischen Aalten unterwegs. 2015 verbuchte die NETGO einen Umsatz von rund 18 Millionen Euro – auch in diesem Jahr kündigt sich eine weitere Umsatzsteigerung an.

 

Unsere Geschäftsführer Benedikt Kisner und Patrick Kruse zu Gast bei Regina Böckle vom Channelpartner. Hier der Bericht:

Von 0 auf über 100 Mitarbeiter in zehn Jahren: Der Systemhausmarkt in Deutschland ist zwar heiß umkämpft, und dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – schaffen es junge, innovative Unternehmen immer wieder, sich hier zu behaupten. Ein Beispiel dafür ist die Netgo-Gruppe. Was macht sie anders als andere? Das verraten die beiden Netgo-Chefs Benedikt Kisner und Patrick Kruse im Interview.

„Die Marge mache ich im Einkauf, nicht im Verkauf“ – diesem Credo folgten viele Systemhäuser in der Vergangenheit, gerade im klassischen Projektgeschäft. Was sagen Sie dazu?

Benedikt Kisner: Es ist schon erstaunlich, wie viele Systemhäuser über den Preis verkaufen und nicht den Nutzen der Lösung oder die eigenen Stärken nach vorne stellen. Ich glaube nicht, dass sich das in den letzten Jahren wirklich verbessert hat. Dass sich dann der Plan, im Nachgang die Marge über den Einkauf zu holen, nicht immer funktionieren kann, sieht man an den Bilanzen einiger Systemhäuser, die dieses Geschäft so praktizieren.

Weshalb hat Netgo von Anfang an eine andere Strategie verfolgt als der Wettbewerb?

Benedikt Kisner: In der Masse geht man schnell unter. Das war ja nicht unser Ziel. Wir wollten was Besonderes schaffen und das schneller und erfolgreicher als gewöhnlich. Wir haben uns genau angeschaut, was gut funktioniert und was nicht und darauf permanent unsere Organisation abgestimmt. Außerdem haben wir neue Trends kritisch hinterfragt und uns dann aus unserer Betrachtungsweise passend dazu aufgestellt. Wir sind eben nicht mit der Masse geschwommen und haben in allen Bereichen unseren eigenen erfolgreichen Weg gesucht.

Was waren die Kernpunkte Ihres anderen Ansatzes?

Benedikt Kisner: Kernpunkt ist im Wesentlichen die komplett andere Unternehmenskultur. Wir machen das Marketing anders, die Mitarbeiterführung anders, die Organisation anders. In diesem Klima ist Querdenken erwünscht bzw. sogar gefordert und dann kommen wirklich spannende neue Geschäftsansätze dabei heraus.

Im Systemhausmarkt herrscht ein extrem intensiver Wettbewerb. Trotzdem konnten sich in den vergangenen Jahren erstaunlich viele neue Unternehmen sehr erfolgreich etablieren. Dazu zählt auch die Netgo. Im Umkehrschluss heißt das: bestimmte Kundenanliegen wurden von bestehenden Häusern offenbar nicht bedient. Welche Anliegen sind das Ihrer Erfahrung nach?

Patrick Kruse: Ich glaube, das Thema Kundenservice und Kundenbindung haben viele Systemhäuser nicht so intensiv gelebt wie es notwendig gewesen wäre, um aus dem Wettbewerb mit anderen Systemhäusern auszubrechen. Ja, es herrscht ein intensiver Wettbewerb, doch man kann auch in diesem Umfeld wachsen und sehr rentabel wirtschaften. Es ist wichtig zu wissen, was man gut kann, wo die Alleinstellungsmerkmale liegen, wo man sich als absoluten Spezialisten sieht. Jedoch ist es ebenso wichtig zu wissen, was man nicht kann. Und genau dort sollte man sich mit dem vermeintlichen Wettbewerber zusammentun und aus Wettbewerb eine Partnerschaft anstreben.

Dieses Gebäude im westfälischen Borken die Firmenzentrale der Netgo-Gruppe. Doch sie platzt aus allen Nähten. Der neue Netgo Campus ist schon fertig geplant - und soll 2018 bezogen werden.

Dieses Gebäude im westfälischen Borken die Firmenzentrale der Netgo-Gruppe. Doch sie platzt aus allen Nähten. Der neue Netgo Campus ist schon fertig geplant – und soll 2018 bezogen werden.

Unter dem Dach der Netgo-Gruppe agieren dem NETGO Systemhaus auch der Security-Spezialist SILA Consulting GmbH, der Cloud-Experte Data-Westfalia GmbH. Wie kam es dazu? Waren ursprünglich alle Bereiche in einer Geschäftseinheit und wurden dann ausgegründet in eigene Units? Oder waren es Zukäufe?

Patrick Kruse: Die SILA Consulting wurde bereits ein Jahr nach Gründung der NETGO GmbH gegründet. Hier wollten wir aber eine Unabhängigkeit vom Systemhausgeschäft schaffen. Daher beschäftigt die SILA Consulting auch eigene Mitarbeiter die nichts mit dem Systemhaus-Geschäft zu tun haben.

Bei der Data Westfalia wollten wir uns noch zusätzliches Know-how mit reinholen, daher wurde die Data Westfalia zusammen mit der ContenIT GmbH gegründet. ContenIT brachte Know-how für Lösungen im Bereich Archivierung, DMS, Workflowmanagement, Collaboration und Portale mit ein.

Das größte Problem der großen Cloud-Anbieter ist doch eines: Vertrauensmangel! Für die meisten Kunden ist der Begriff „Cloud“ einfach nicht greifbar. Wo liegen die Daten? Wer hat Zugriff? Was passiert wenn…? Darum kam die Idee, gemeinsam die DATA Westfalia GmbH zu gründen. Wie im Namen schon ersichtlich, ein Cloud-Anbieter aus Westfalen. Hier können wir dem Kunden auf Wunsch genau zeigen, wo seine Daten liegen und wer diese verwaltet.

Patrick Kruse, Geschäftsführer von Netgo: "Es ist wichtig zu wissen, was man gut kann, wo man sich als absoluten Spezialisten sieht. Jedoch ist es ebenso wichtig zu wissen, was man nicht kann. Und genau dort sollte man sich mit dem vermeintlichen Wettbewerber zusammentun und eine Partnerschaft anstreben."

Patrick Kruse, Geschäftsführer von Netgo: „Es ist wichtig zu wissen, was man gut kann, wo man sich als absoluten Spezialisten sieht. Jedoch ist es ebenso wichtig zu wissen, was man nicht kann. Und genau dort sollte man sich mit dem vermeintlichen Wettbewerber zusammentun und eine Partnerschaft anstreben.“

Einer der Schwerpunkte der Netgo-Gruppe ist es, den IT-Betrieb für Kunden teilweise oder auch komplett – je nach Kundenwunsch – zu übernehmen, als Managed-Service- und Cloud-Anbieter. War das Geschäftsmodell „Managed Service und Cloud“ schon in der Gründungs-DNA oder kam es erst später hinzu?

Patrick Kruse: Nein, das kann man so nicht pauschal sagen. Managed Service und Cloud sind unser Meinung nach Hype-Marketing-Begriffe, die aber eigentlich nichts Neues beschreiben. Wir würden sogar schon fast so weit gehen und unterstellen, dass diese Begriffe sogar ein wenig Unruhe stiften. Wir haben zu Beginn unsere Kunden befragt, was sie mit dem Begriff „Managed Service“ in Verbindung bringen. Die wenigsten wussten darauf eine Antwort. Letztendlich verbirgt sich dahinter doch nichts anderes als ein Wartungsvertrag. Lediglich die Art und Weise des Vertrags und die interne Organisation im Systemhaus hat sich weiter verändert. Im Kern bleibt es aber für den Kunden ein Vertrag mit dem Dienstleister seines Vertrauens.

Sie sagen, dass sich mit den Managed Services „lediglich die Art und Weise des Vertrags und die interne Organisation im Systemhaus weiter verändert hat“. Was genau veränderte sich damit?

Patrick Kruse: Aus meiner Sicht hat sich mit Managed Services der Wandel von individuellen Service-Verträgen hin zum standardisierten Service für einen klar abgegrenzten Bereich entwickelt. Im Grunde ein Wandel von der individuellen Schmiede zur automatisierten Fabrik. Wobei die Integration von individuellen Services nicht vernachlässigt werden darf und wir auch weiterhin individuelle Service-Verträge mit Kunden abschließen. Nicht jeder mag sich in einen Standard packen lassen, aber die Kunden die bereit sind sich darauf einzustellen denen winken Kosteneinsparungen im IT-Betrieb.

Systemhäuser, die schon sehr lange am Markt sind, brauchen das Projektgeschäft nach wie vor auch, um den Wandel zum Managed Service- und Cloud-Anbieter zu finanzieren. Wie ist das bei Ihnen?

Benedikt Kisner: Wir sind weiterhin sehr stark im Projektgeschäft unterwegs. Ein Bereich der bei uns auch immer weiter wächst. Aber auch der Bereich der Managed Services und Cloud Services wächst bei uns sehr stark an. Insofern können wir jede weitere Marktentwicklung sehr entspannt verfolgen.

Hosten Sie die Dienste in Ihrem eigenen Rechenzentrum, oder setzen Sie auf AWS, Azure, Telekom oder einen Rechenzentrumsbetreiber als Partner?

Benedikt Kisner: Wir betreiben mit der DATA Westfalia GmbH ein eigenes Rechenzentrum. Da wir hier eben keinen Standard, sondern individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Cloud-Services anbieten.

Auf welcher Plattform hosten Sie die Dienste – auf Converged Infrastructures von Cisco, HPE, Nutanix oder anderen?

Benedikt Kisner: Wir setzen hier auf konvergente HPE-Plattformen.

Was hat Sie an dieser Plattform im Vergleich zu anderen Plattformen überzeugt?

Benedikt Kisner: Als HPE Partner haben wir schon sehr gute Erfahrungen mit den HPE Systemen gemacht. Letztendlich war für die uns die Qualität der Systeme aber auch der hohe Kosten-Nutzen-Faktor der Investitionsgrund in die HPE Lösung. Durch die mit HPE Software erreichte Agilität und Automatisierung haben wir geringere Betriebskosten und mehr Flexibilität geschaffen.

Inwiefern nutzen Sie für Standard-Dienste, die manche Kunden eventuell jenseits ihrer sehr individuellen Wünsche benötigen – beispielsweise IaaS, auch Public Clouds der gängigen Anbieter?

Benedikt Kisner: Wir nutzen derzeit keine Dienste anderer Anbieter. Auch die Basis stellen wir in unserer eigenen Cloud zur Verfügung.

Benedikt Kisner, Geschäftsführer von Netgo: "nsere Mitarbeiter können sich frei entfalten und schätzen das "Wir"-Gefühl und die flachen Hierarchien. Wer möchte, kann sich in Unternehmensentscheidungen mit einbringen und das Unternehmen mitgestalten."

Benedikt Kisner, Geschäftsführer von Netgo: „nsere Mitarbeiter können sich frei entfalten und schätzen das „Wir“-Gefühl und die flachen Hierarchien. Wer möchte, kann sich in Unternehmensentscheidungen mit einbringen und das Unternehmen mitgestalten.“

Sie haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt, und haben es – der allgemeinen Klage über den Fachkräftemangel zum Trotz – offenbar geschafft, immer genügend neue gute Mitarbeiter zu finden. Was machen Sie anders? Was macht Ihr Unternehmen für junge Talente so spannend?

Benedikt Kisner: Auch wir hatten zwischenzeitlich Probleme bei der Suche nach neuen Kolleginnen und Kollegen für unser Team. Wir haben aber von Beginn der Gründung sehr viel Geld in den Aufbau der Marke NETGO gesteckt. Natürlich haben wir dadurch eventuell das eine Event oder den anderen Sportverein zu viel gefördert. Wir haben uns aber durch intelligentes Marketing zu einer echten Arbeitgebermarke in der Region entwickelt.

Die Arbeit bei uns macht Spaß und wir fordern nicht nur sondern wir fördern auch. Unsere Mitarbeiter können sich frei entfalten und schätzen das „Wir“-Gefühl und die flachen Hierarchien. Wer möchte, kann sich in Unternehmensentscheidungen mit einbringen und das Unternehmen mitgestalten. Wichtig ist aber auch das Team-Building. Viele besondere „Veranstaltungen“ und Kleinigkeiten rund um den Arbeitsalltag machen das Arbeiten bei uns zu was Besonderem. Das wissen unsere Mitarbeiter zu schätzen und tragen das wieder nach außen. Ein weiterer wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel.

Mit unserem geplanten NETGO „Campus“ wollen wir unsere Philosophie noch greifbarer machen und werden dies mit eigenem Restaurant, Fitness-Studio, Physiopoint und sogar mit einer eigenen KITA ausstatten.

Was bedeutet die Digitale Transformation für Ihr Unternehmen? Wie „leben“ Sie diese?

Patrick Kruse: Die digitale Transformation sollte jeden IT-Dienstleister schon lange selbstverständlich sein. Daher ist dies bei uns auch kein einzelner Prozess, sondern eine Selbstverständlichkeit in unserem Handeln. Wir sehen uns hier sehr gut aufgestellt.

Welche Aspekte sind für Sie bei dieser gelebten Transformation besonders wesentlich?

Patrick Kruse: Der Begriff Transformation ist eigentlich irreführend. So versteht man schnell unter Transformation, dass diese einen Anfang und ein Ende hat. Technologie und Anforderung verändert sich aber permanent so dass man sich darauf einlassen sollte, dass die Digitale Transformation ein dauerhafter Bestandteil des Unternehmens werden muss.

Gibt es womöglich gar keine Strukturen, die Sie transformieren müssten, weil Sie diesen Prozess schon in der Firmen-DNA verankert haben? Wie sieht dieser „dauerhafte Veränderungsprozess“ konkret aus?

Patrick Kruse: Wir befinden uns in einem permanenten Veränderungsprozess und das seit Gründung. Die Entwicklung des Unternehmens, neuer Bereiche und neuer Technologien war immer so rasant, dass wir immer im Veränderungsprozess geblieben sind. Heute wissen wir das sehr zu schätzen, weil diese Bereitschaft zur Veränderung und auch die Übung im Verändern uns für heute und für die Zukunft extrem stark und wandelbar gemacht hat. Daher ist die Transformation ein Hauptbestandteil unserer DNA! Wo wir heute stehen und was wir an Innovationen in der Pipe haben, sehen wir uns sehr gut gerüstet für die Zukunft.

Wie kann die Cloud zum Innovationstreiber für Systemhäuser werden?

Benedikt Kisner: Der Cloud-Hype zwingt Systemhäuser dazu, sich mit der Zukunft intensiv auseinanderzusetzen. Jeder wird da für sich Rückschlüsse auf das eigene Unternehmen ziehen und Veränderungen anstoßen. Das Ergebnis wird in vielen Fällen sicher sehr innovativ sein.

Was halten Sie von den Cloud-Marktplätzen der Distributoren und Hersteller: Nutzen Sie diese?

Benedikt Kisner: Natürlich möchte jeder an dem Cloud Markt in Zukunft partizipieren. Daher verwundert es nicht, dass diese Marktplätze aus dem Boden schießen. Für die investierenden Systemhäuser ist es ein sehr guter weiterer Vertriebskanal, und für Systemhäuser, die nicht investieren können oder wollen, ist es eine Möglichkeit seine Kunden auch mit Cloud-Services zu binden, um dann weitere Services zu vermarkten.

Sie sind nicht nur Mitglied, sondern auch im Aufsichtsrat des jüngsten SystemhausverbundesKiwikoaktiv. Warum?

Patrick Kruse: Systemhausverbünde gibt es einige, und das nicht erst seit gestern. Den meistern Mitgliedern geht es jedoch nur darum, als Gemeinschaft bessere Einkaufskonditionen bei Lieferanten und Herstellern zu erzielen. Ein wirkliches „Miteinander“ sieht man selten. Kiwiko geht hier einen anderen Weg: Die Mitglieder sehen sich als Sparringspartner. Wer heutzutage als Systemhaus mit einem enormen Bauchladen zum Kunden geht und behauptet, er sei in allem spezialisiert, macht sich schlichtweg unglaubwürdig. Man muss sich auf Schwerpunkte konzentrieren und spezialisieren. Und genau das steckt in der kiwiko-DNA: Das Bündeln von Ressourcen und Know-how und das partnerschaftliche Miteinander – eine DNA, mit der wir uns sehr gut identifizieren. Darum ist uns das eine persönliche Herzensangelegenheit uns in der kiwiko e.g. zu engagieren.

(Quelle: Channelpartner)

Hohe Auszeichnung für großartigen Vertriebserfolg und herausragende Umsatzzahlen

Bereits zum fünften Mal in Folge wurde das Borkener IT-Systemhaus, vom größten TK-Hersteller aus Dortmund, Swyx zum Gewinner des „Swyx TOP Partner Award – Germany“ gekürt. Dieses Jahr wieder im Rahmen der Partnerkonferenz 2016 im Signal Iduna Park in Dortmund. Besonders wurde die NETGO GmbH von Swyx für den großartigen Vertriebserfolg und die hervorragenden Umsatzzahlen im letzten Jahr ausgezeichnet. Zahlreiche Projekte vom KMU bis gehobenen Mittelstand unterschiedlichster  Branchen wurden von NETGO umgesetzt.

„Wir sind sehr stolz auf die erneute Auszeichnung!“ so NETGO Produktmanager Simon Wanning. „All-IP ist in aller Munde. Wir haben dieses früh erkannt und unsere Kunden dahingehend sensibilisiert. Aber es gibt weiterhin noch viel zu tun.“ Hunderte Swyx IP-Anlagen mit mehreren Tausend Benutzern hat NETGO inzwischen in seiner Betreuung.

Den krönenden Abschluss der Konferenz bildete die Swyx-Partner-Award-Verleihung, bei der Swyx-Partner in verschiedenen Kategorien für besondere Leistungen ausgezeichnet wurden.

Swyx ist Hersteller von speziell auf mittelständische Unternehmen zugeschnittene Kommunikationssoftware. Das Dortmunder Unternehmen ist europaweiter Marktführer bei innovativen IP-Kommunikationslösungen und bei über 1.000 autorisierten Fachhändlern in Deutschland, Frankreich und England vor Ort präsent. Swyx vertreibt nicht nur Softwarelösungen, sondern hat ebenfalls die passenden Telefonie und Endgeräte im Produktportfolio.

IT-Systemhaus baut neues Gebäude im Borkener Westen

„Wir müssen dringend handeln, das Gebäude an der Landwehr platzt aus allen Nähten und wir haben keine Chancen uns zu vergrößern“, Geschäftsführer Benedikt Kisner bringt die aktuelle Platzsituation der NETGO-Gruppe am Borkener Stammsitz auf den Punkt.

Das Systemhaus zieht um und investiert acht Millionen Euro in einen neuen Standort an der Weseler Straße. „In Borken quetschen sich Zurzeit von unseren über 100 Mitarbeitern alleine 60 in den Büroräumen an der Landwehr, geplant war das Gebäude 2009 allerdings nur für 40 Mitarbeiter.“ Dass es am Hauptsitz keine Kapazitäten mehr gibt, zeigt auch die Tatsache, dass NETGO demnächst, für die Zeit vor dem Umzug, mehrere Containerbüros errichtet.

Der neue Standort im Borkener Westen ist für das Systemhaus optimal. „Dort haben wir auch in Zukunft ausreichend Wachstumsmöglichkeiten. Allein mit dem 1. Bauabschnitt bekommen wir eine Nutzungsfläche von rund 5000 m² – mit diesen Möglichkeiten können wir weit über 100 Mitarbeitern einen ansprechenden und geräumigen Arbeitsplatz bieten – ohne zu quetschen“, freut sich Geschäftsführer Patrick Kruse auf das ehrgeizige Projekt.

Insgesamt wird die NETGO in Hovesath eine Fläche von ca. 21 000 m² von der Stadt erwerben. Auf lange Sicht sind drei Bauabschnitte vorgesehen. „Aber, nur der erste Abschnitt geht jetzt in die aktuelle Planungsphase. In den nächsten Monaten muss noch das Baurecht geschaffen werden – aber, die Stadt Borken zeigt sich als fairer und verlässlicher Partner“, hebt Kisner die gute Zusammenarbeit mit dem Rathaus hervor. Läuft alles glatt beginnen die ersten Arbeiten Mitte des kommenden Jahres – fertig soll der neue Stammsitz Mitte/Ende 2018 sein.

„Wir sind sehr froh mit NETGO einen so unkomplizierten und besonnenen Verhandlungspartner zu haben. Von Beginn an haben Kisner und Kruse sehr viel Wert darauf gelegt die Anwohner in den Vorplanungen mit einzubeziehen“, lobt Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing die bisherige Phase. „Bereits in den Zeichnungen des neuen Gebäudes lässt sich schon erkennen, welches dynamische Bild sich nach der Fertigstellung für das westliche Eingangstor der Stadt ergibt“, bringt Schulze Hessing ihren Respekt zum Ausdruck. Benedikt Kisner bestätigt den Eindruck: „Die Fassadenstruktur stellt die positive, aufsteigende Entwicklung der NETGO-Gruppe dar. Klare Linien im Aufbau und die großen Fenster sorgen für eine Transparenz mit der wir uns als Unternehmen sehr gut identifizieren können – mit der Architektur bekommen wir einen trendigen, kommunikativen und stylischen Charakter – so, wie sich die NETGO-Gruppe ohnehin präsentiert“, unterstreicht Kisner den frischen Eindruck.

„Mit diesen Investitionen werden natürlich auch neue Arbeitsplätze entstehen und der Standort Borken für uns an Bedeutung gewinnen. Besonders stolz sind wir auf die Kindertagespflege für unsere Mitarbeiter – sollten die Kapazitäten es zulassen, vergeben wir überschüssige Plätze natürlich auch an externe Familien“, so Patrick Kruse. Neben der KiTa wird es in dem neuen Gebäude auch einen rund 200m² großen Fitnessraum für die Mitarbeiter und einen Gastronomiebereich geben.

Zur NETGO-Gruppe gehören neben der NETGO GmbH mit den Geschäftsbereichen Systemhaus, Distribution und Consulting auch die Data Westfalia GmbH (Cloud-Lösungen) und die SILA Consulting GmbH (IT-Sicherheitsberatung). Die NETGO ist an den Standorten Ahaus, Borken, Bottrop, Bocholt, Coesfeld, Gießen, Hannover und Münster aktiv. Seit dem 1. März ist die NETGO-Gruppe mit der NETGO b.v. auch im niederländischen Aalten unterwegs. 2015 verbuchte die NETGO einen Umsatz von rund 18 Millionen Euro – auch in diesem Jahr kündigt sich eine weitere Umsatzsteigerung an – bis jetzt konnte bereits ein Umsatz von rund 17 Millionen Euro verbucht werden.

sbb_300x200NETGO bleibt auch weiterhin anerkannter Ausbildungsbetrieb für niederländische Auszubildende. Ein entsprechendes Zertifikat konnte NETGO-Ausbildungsleiter Klaus Lechtenberg jetzt von der Beroepsonderwijs Bedrijfsleven, entgegen nehmen. Die Beroepsonderwijs Bedrijfsleven ist eine Institution, welche die Einhaltung der Ausbildungsordnungen prüft, Ausbildungsbetriebe zertifiziert und beim Akquirieren von Auszubildenden für die Unternehmen unterstützt.

„Damit bieten wir auch in Zukunft niederländischen Azubis die Möglichkeit bei uns ein Praktikum  im Rahmen ihrer Ausbildung zu absolvieren“, freut sich Lechtenberg.

Das Berufsbildungssystem der Niederlande sieht während der Ausbildung vor, dass die Lehrlinge mehrere Praktika absolvieren. „Wir machen das natürlich nicht ganz uneigennützig – gerade weil wir in Grenznähe operieren und aktuell eine NETGO B.V. gegründet haben. Durch das Praktikum sollen im Kopf die Grenzen fallen und im besten Fall profitieren wir davon, wenn der Azubi nach der Lehre bei uns im Unternehmen seiner Arbeit nachgeht“, fügt Lechtenberg hinzu.

Schlaumäuse-Hilfe, die ankommt: Das IT-Systemhaus NETGO und Microsoft unterstützen Flüchtlingskinder beim Deutschlernen

Damit sich Flüchtlingskinder in Deutschland schneller einleben können, setzen sich das IT-Systemhaus NETGO und Microsoft für einen Sprachunterricht mit den Schlaumäusen ein. In einer Flüchtlingsunterkunft in Münster sowie der Grundschule Gießen-West freuen sich die Kinder über neue Computer und ihre kleinen Deutschlehrer Lette und Lingo.

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NETGO Mitarbeiter erklärt den Kindern das Schlaumäuse-Sprachlernprogramm

Nach der lebensgefährlichen Flucht aus ihren Heimatländern möchten viele Kinder nur eines: endlich wieder in die Schule gehen. Auch die Mädchen und Jungen in der Flüchtlingsunterkunft in Münster-Wolbeck hätten lieber heute als morgen die Schulbank gedrückt. Doch die Mühlen der Bürokratie mahlen nur langsam. „Es hat mehrere Monate gedauert, bis schließlich alle Kinder eingeschult waren“, berichtet Lätitia Maurath vom Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbandes.

Sinnvolle Beschäftigung
Eine ehrenamtliche Initiative sorgte in der langen schulfreien Wartezeit für ein sinnvolles Beschäftigungsangebot. Die Schlaumäuse kamen deshalb wie gerufen! „Die NETGO GmbH hat der Einrichtung Anfang des Jahres zwei Computer mit dem Sprachlernprogramm zur Verfügung gestellt und die ehrenamtlichen Mitarbeiter geschult“, erklärt Lätitia Maurath weiter. Die Kinder haben das Sprachprogramm mit großer Begeisterung angenommen. „Der Umgang mit der Technik hat sie fasziniert, und sie haben schnell verstanden, wie sie mit den Schlaumäusen spielen können“, so die Sozialpädagogin.

Fortschritte von Woche zu Woche
Allein oder in kleinen Gruppen hatten die Kinder bis zu viermal in der Woche die Möglichkeit, erste Deutschkenntnisse mit Lette und Lingo zu sammeln bzw. zu vertiefen. „Es war ein wichtiger Baustein, um die deutsche Sprache kennenzulernen. Außerdem hatten die Kinder immer einen ehrenamtlichen Helfer an ihrer Seite, mit dem sie sich in der neuen Sprache austauschen konnten. Man hat von Woche zu Woche die Fortschritte der Kinder beobachten können“, freut sich die Caritas-Mitarbeiterin. Inzwischen gehen die ersten Schlaumäuse-Kinder in die umliegenden Schulen und die kleineren Kinder, die in der Einrichtung leben, können zukünftig die Computer mit dem Sprachlernprogramm nutzen.

Sprachspaß mit den Schlaumäusen
Auch in der Grundschule Gießen West können Flüchtlingskinder dank der Initiative der NETGO GmbH und Microsoft mit den Schlaumäusen lernen. Anita Bamberger, die seit 14 Jahren als Deutschlehrerin an der Schule tätig ist, bevorzugt eigentlich lieber minimalistische Lernmaterialien. Bei den Schlaumäusen macht sie allerdings eine Ausnahme. „Ich biete den Kindern in der Regel zwei verschiedene Sprachlernspiele am Computer an. Sie entscheiden sich aber immer für die Schlaumäuse, weil sie die einfach schöner finden“, sagt die Lehrerin lachend. In einem Intensivkurs für Deutsch unterrichtet Anita Bamberger zurzeit drei Kinder aus Syrien. Zwei Mädchen im Alter von neun und zehn Jahren sind inzwischen schon kleine „Schlaumäuse-Profis“. „Sie spielen einfach solange, bis sie die richtigen Worte gefunden haben.“ Da die Kinder noch keine engen Freundschaften zu deutschen Kindern aufgebaut haben, sprechen sie nur in der Schule deutsch. „Wir versuchen daher, ihnen in dieser kurzen Zeitspanne möglichst viele Anregungen zu bieten, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern“, erläutert Anita Bamberger. Auch wenn es für die Kinder nicht einfach ist, den Sprachstand aufzuholen, blickt die Deutschlehrerin optimistisch in die Zukunft. „Die Kinder lieben es zu lernen und sind offen für Neues. Das ist eine wichtige Basis, auf die man aufbauen kann.“

 

Quelle:

Schlaumäuse.de

Autor/in:

Stefanie Hoffmann

 

Das Borkener Systemhaus NETGO weitet sein gut ausgebautes Netzwerk nun auch in die benachbarten Niederlande aus. Die Leitung der NETGO B.V. in Aalten übernehmen die beiden erfahrenen IT-Spezialisten Kees Kuiperije und Kars Engwirda. Das niederländische Duo zählt in der Achterhoek-Region zu den absoluten Fachleuten.

„Kees und Kars sind in der niederländischen IT-Branche keine Unbekannten und zwei Profis auf dem Technik und Vertriebssektor. Auch menschlich passen die Beiden perfekt ins NETGO-Team“, freut sich NETGO Geschäftsführer Benedikt Kisner über die neue Herausforderung.

„Dieser Schritt kommt genau zur richtigen Zeit – in den Niederlanden finden wir hervorragende Strukturen in der IT-Landschaft, die Möglichkeiten sind ausgezeichnet und mit unserem Know-How stehen wir als verlässlicher und professioneller Partner zur Verfügung. Dazu haben wir mit Kees und Kars genau die richtigen Spezialisten für unsere Kunden in der Achterghoekregion“, ergänzt Kisner.

Die NETGO GmbH beschäftigt fast 100 Mitarbeiter an acht Standorten in Deutschland. Die Gründung der NETGO B.V. in Aalten passt in die Strategie – das Unternehmen hatte sich in den letzten Jahren ohnehin schon mit niederländischen IT-Spezialisten verstärkt.

Mit ausschlaggebend war aber auch die Mentalität – die Verschmelzung beider Arbeitsweisen bildet ein starkes Fundament – das bestätigen auch schon zahlreiche niederländische Kunden, die vom NETGO-Service partizipieren.

 „Mitten im Herzen des Achterhoeks haben wir logistisch eine sehr gute Basis, um uns dem spannenden Wettbewerb auf dem niederländischen Markt stellen zu können“, erklärt Geschäftsführer Patrick Kruse. „Es gibt in den Niederlanden ein riesen Potenzial. Durch die exzellenten Strukturen im Nachbarland ergeben sich für uns viele aufregende Möglichkeiten – auch, weil die ICT-Branche dort zurzeit einen wahren Boom erlebt.“

Die NETGO B.V. passt sich nahtlos der Unternehmensphilosophie an, IT-Infrastruktur, Server und Storage, IP-Telefonie, Netzwerk und Datensicherheitslösungen ganzheitlich, passgenau für den Kunden anzubieten.

Borkener IT-Firmen engagieren sich in Branchenverband

BORKEN (pd/pet). Gemeinsam sind wir stärker – getreu diesem Motto haben im Frühjahr zwölf deutsche IT Unternehmen den Branchenverband „kiwiko“ gegründet. Mit dabei sind die Borkener Firmen Netgo und Hetkamp. Aufsichtsratsvorsitzender des als Genossenschaft organisierten Netzwerks ist Netgo-Geschäftsführer Patrick Kruse.

Es gehe nicht darum, sich gegenseitig die Butter vom Brot zu nehmen, sondern Fachwissen zu bündeln. „Wir ergänzen uns“, betonen Kruse und Marius Hetkamp. Beide sind nicht nur „Genossen“ bei kiwiko, sondern Nachbarn im Gewerbepark Hendrik de Wynen. Da das Partnernetzwerk deutschlandweit ausgebaut werden soll, sei auch die überregionale Erweiterung des Kundenkreises möglich, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

In einer sehr dynamischen Branche sei es schwierig, alle Aufgabenfelder abzudecken, so Kruse weiter. So würden beispielsweise Zertifizierungen immer komplexer. Insofern sei es wertvoll, auch auf externe Kompetenz zugreifen
zu können.

Die kiwiko gehe „einige Schritte weiter“ als die üblichen Einkaufsgemeinschaften, deren vorrangiges Ziel es sei, gute Konditionen mit den Lieferanten aushandeln zu können, so Verbandschef Matthias Jablonski. Kruses Stellvertreter im Aufsichtsrat, Stefan Rupp (ProLan Computer GmbH im hessischen Wöllstadt) weist auf das Thema Fachkräftemangel hin: „Durch die Mitgliedschaft bei uns ist es nun möglich, projektbezogen auf freie Ressourcen der Partner zuzugreifen.“

Regelmäßige Treffen, Veranstaltungen und Webinare tragen zum Austausch bei. Weitere Mitglieder werden noch gesucht und können sich unter info@kiwiko-eg.com bewerben.

Quelle:

Borkener Zeitung

Autor:

Peter Berger